03.02.2022
09:00 - 16:30 Uhr / Zoom

Fachtagung "Sexualisierte Gewalt - von der Tat bis zur Verurteilung"

Interdisziplinäre Vorgehensweise in der Therapie, Opferschutz, Forensik und Strafverfolgung

Betroffene, die sexualisierte Gewalt erleben, erleiden nach dem Delikt oft Traumafolgestörungen. 
An der Tagung werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu psychischen Prozessen während traumatischen Erfahrungen aufgezeigt und welche Bedeutung diese Reaktionen für die psychologische erste Hilfe, die polizeilich-juristische Aufarbeitung, die anwaltschaftliche und beraterische Begleitung sowie eine spätere Traumatherapie haben. Zudem sollen anhand eines konkreten Fallbeispiels Standards der Vorgehensweise in Polizei, Justiz, Forensik, Medizin, Anwaltschaft, Beratung und Psychotherapie aufgezeigt und diskutiert werden. Daraus abgeleitet wird gezeigt, wie die verschiedenen Berufsgruppen optimal zusammenarbeiten, um einerseits Opfern zu helfen und andererseits Straftaten zu ahnden, ohne falsche Verurteilungen zu generieren. Diese interdisziplinäre Fachtagung wird zum zweiten Mal durchgeführt, erneut kommen verschiedene Berufsgruppen und Perspektiven zu Wort und zeigen Wege, um Opfer besser zu schützen und zu therapieren und um Täter vor Gericht zu bringen.

Die Veranstaltung findet online über Zoom statt.

Zielgruppe:

Fachpersonen aus den Bereichen Psychiatrie, Psychologie, Seelsorge, Sozialdienste, Notfalldienste, KESB, Opferberatungsstellen, Strafverfolgungsbehörden

Referentinnen und Referenten:

Dr. med. Rosa Maria Martinez, Fachärztin für Rechtsmedizin (Bereichsleiterin Klinische Rechtsmedizin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich)
Susanne Nielen Gangwisch, Dipl. Sozialarbeiterin FH (Leiterin Beratungsstelle Opferhilfe Aargau )
Regula Schwager (eid. anerkannte Psychotherapeutin, Co-Leiterin Opferberatungsstelle Castagna)
Lic.iur Adrian Kaegi (Staatsanwalt auf der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich für schwere Gewaltkriminalität)